Aquafitness Symposium

vom 30.09. – 01.10.2019 in Bad Sooden Allendorf

 

Veranstaltung zur Zukunft der Aquafitness

 

Die Teilnehmenden waren aus Augsburg, Köln, Hamburg und Kassel nach Bad Sooden-Allendorf angereist. An zwei Tagen diskutierten Sport- und Gesundheitswissenschaftler sowie Expertinnen und Experten aus der gesamten Bundesrepublik über die Weiterentwicklung der Aquafitness als gesundheitsfördernde Bewegung. Fakt ist, dass die Datenlage zu den Wirkungen der Aquafitness hinsichtlich gesundheitlicher und sozialer Aspekte gering ist. Die Experten wünschen sich mehr wissenschaftlich fundierte Forschung, die sowohl Anbietern und Verbänden dabei unterstützen kann, die Bedeutung des Gesundheitswertes der Aquafitness gegenüber Krankenkassen und Kommunen zu benennen. Es wurden Themenschwerpunkte ermittelt, denen sich die Experten der DIPLOMA mit ihren Studierenden in wissenschaftlichen Arbeiten widmen werden. 

 

In seinem Impulsreferat zur historischen Entwicklung der Wasserbewegung zeigte der Studiendekan für Physiotherapie und Medizinalfachberufe an der DIPLOMA Hochschule, Prof. Dr. Christoph Egner die Jahrtausende zurückreichenden Bezüge zwischen dem Wasser und dem menschlichen Leben auf. Die Bewegungen der Aquafitness sind auch heute aus der gesundheitlichen Eigenvorsorge wie aus der medizinischen Therapie und Rehabilitation kaum wegzudenken.

 

Den zweiten Impuls setzte der Sportwissenschaftler Tobias Dauner, der den vielfach und multipel verwendeten Begriff der Fitness einordnete. Dauner, der hauptberuflich beim Landessportbund als Sportlehrer tätig ist, wies darauf hin, dass die Freizeitindustrie und die Fitness-Studios aktuelle Trends schneller erkennen und umsetzen würden als der organisierte Sport. Mehr als 10 Millionen sind in Fitnessstudios aktiv. Und wie viel Teilnehmer*innen nehmen regelmäßig in den 2400 öffentlichen Bädern an Aquafitnesskursen teil? Wie viel sind es in den privaten Bädern?  

 

Frau Dr. Birgit Schmid, die ein eigenes Aquafitness- und Gesundheitsprogramm (Aqua In®) entwickelt hat, und die für den Mitveranstalter des Symposiums, den Hessische Schwimm-Verband dieses Programm seit vielen Jahren immer wieder auch an Übungsleiterinnen vermittelt, stellte Ergebnisse einer Befragung vor. Die Anbieter von Aquafitnessangeboten wurden im Vorfeld des Symposiums u.a. befragt, ob Ihrer Ausbildung eine Ausbildungsordnung zu Grunde liegt und eine wissenschaftliche Begleitung erfolgt. Nur wenige Anbieter verfügen über eigene Ausbildungsordnungen und wissenschaftliche Unterstützung. Hier liegt großes Potential für Qualität und Trends.

 

Die intensive Diskussion über die Ergebnisse und die erforderlichen Erkenntnisse wurde bei einem Abendessen mit Landrat des Werra-Meißner Kreises Stefan Reuß, und dem Vorsitzenden des Sportkreises, Dr. Jörg Möller, fortgesetzt. Ebenfalls anwesend waren Frau Prof. Dr. Zilling, Präsidentin der DIPLOMA Hochschule und Prof. Dr. Egner.

 

Einig waren sich alle, dass der in Bad Sooden-Allendorf begonnene Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis sowie zwischen Sportverband und privaten Anbietern mit dem Ziel der Verbesserung der allgemeinen Fitness der Bevölkerung in Zukunft weiter fortgesetzt werden soll. Im Hessischen Kurort waren Politik, Wissenschaft und Anbieter einig darüber, Aquafitness ist mehr als ein langjähriger Trend. Ihn wissenschaftlich, inhaltlich und politisch weiter zu begleiten, liegt im Interesse der Veranstalter und Gäste.

 

Veranstalter:

 Hessischer Schwimm- Verband e.V., DIPLOMA Hochschule Bad Sooden Allendorf, Gesundheitsverein Pro Gesundheit Bad Sooden-Allendorf e.V.

 

Schirmherrschaft:  Frau Prof. Dr. Michaela Zilling, DIPLOMA Hochschule Bad Sooden Allendorf

                                                       

 

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                                                                         HNA vom 13.10.19

Aquafitness will sich gegenüber dem Leistungssport etablieren

                                                                        

                                                       

 

  Wasser als Gesundheitsspender:  Ehrenamtlich leitet in Bad Sooden-Allendorf Petra Berlin- Schidlack ihre Schützlinge zu Aquafitness-Übungen an. 

                                                                                                                                                           © Chris Cortis

 

Edelmetall für diese Art der sportlichen Betätigung dürfte es so bald vermutlich nicht geben. Aber als Sportart neben dem Leistungssport weiter etablieren will der hessische Schwimmverband die Aquafitness, wie kurz die angeleitete Bewegung von Menschen im Wasser bezeichnet wird.

 

Das ist das Ergebnis eines zweitägigen Symposiums unter dem Titel „Aquafitness goes Olympia“ in Bad Sooden-Allendorf.

 

Veranstalter in der Kurstadt waren neben dem Verband auch der Verein Pro Gesundheit Bad Sooden-Allendorf und die ortsansässige Diploma-Hochschule, die nach Angaben ihrer Präsidentin und Schirmherrin Prof. Dr. Michaela Zilling die Erfahrungen mit Aquafitness auf Bachelor- und Masterebene wissenschaftlich untermauern möchte.

 

Die Körperbewegungen im Wasser seien aus der gesundheitlichen Eigenvorsorge wie aus der medizinischen Therapie und Rehabilitation heute kaum noch wegzudenken, unterstrich der Studiendekan für Physiotherapie und Medizinalfachberufe an der Diploma, Professor Dr. Christoph Egner. Sowohl als Nahrungsmittel wie auch als Bewegungsraum sei das Wasser die Wiege allen Lebens, stellte Egner fest und verwies unter anderem auf Pfarrer Sebastian Kneipp, der die auch vorher schon angewandten Wasserkuren Mitte des 19. Jahrhunderts erst populär gemacht habe.

 

Als Ziel formulierten die Teilnehmer des Symposiums, getreu dem olympischen Gedanken „Dabeisein ist allles“ die Themen Gesundheit, Sport und soziales Engagement bundesweit nachhaltig zu verknüpfen. Gedacht sei am Ende auch an Wettbewerbe. Zuvor müssten die verschiedenen Formen der Aquafitness standardisiert werden.  Als kreisweit einziger Sportverein, so Claus-Dieter Schidlack als Leiter der Schwimmabteilung, biete die Turn- und Sportgemeinde Bad Sooden-Allendorf die Bewegungsübungen im Wasser an, mittlerweile im zehnten Jahr und in einem Radius von rund 20 Kilometern. Die jeweils maximal 15 Teilnehmer in mehreren Kursen treffen sich regelmäßig im angemieteten Hallenbad der Balzerbornkliniken in Sooden. Als gesundheitliche Präventionsmaßnahme seien diese Kurse von allen gesetzlichen Krankenkassen anerkannt, die deswegen auch bis zu 80 Prozent der Kosten erstatteten.

 

 

 

                         

 

 

 

 

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